Rarnerblatt: Gewerbe stellt sich vor

Bernhard Weissen Bestattungsdienste AG, Raron

Alain Weissen, Bestatter, seit wann betreiben Sie Ihr Geschäft und wie kam es zur Gründung Ihres Betriebes?
Meine Eltern, Bernhard und Vreny Weissen-Moser, haben das Geschäft im Jahr 1985 gegründet. Während den Anfängen führte mein Vater den Betrieb noch nebenbei. Er arbeitete weiterhin als Geschäftsführer bei seinem früheren Arbeitgeber. Doch schon bald konnte er sich, mit grosser Unterstützung meiner Mutter, ganz auf die Tätigkeit als Bestatter konzentrieren. Da sich die Geschäftsräumlichkeiten in meinem Elternhaus befanden, kam ich schon früh mit diesem Metier in Kontakt. Nach meinem Lehrabschluss als Motorradmechaniker wurde ich von meinem Vater im Betrieb angestellt. Sofort nahm ich die Ausbildung als Bestatter in Angriff, welche ich dann auch mit Erfolg abgeschlossen habe. Im Jahr 2019 konnte ich den Betrieb, welcher zwischenzeitlich die Bernhard Weissen Bestattungsdienste AG sowie das Blumengeschäft Blüemuparadies AG in Visp beinhaltete, übernehmen. Seither führe ich den Betrieb. Meine Eltern stehen mir aber jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

Was macht Ihre Firma genau? Als Bestatter haben Sie es mit Menschen mit unterschiedlichen Interessen zu tun.
Unser Auftrag beginnt nach dem Ableben einer Person und wann er endet, kann nicht so genau gesagt werden. Unser Ziel ist es, der Trauerfamilie so viel Arbeit wie möglich abzunehmen. Wir erledigen sämtliche Formalitäten, organisieren die Beerdigung und natürlich sämtliche Arbeiten, die ein Bestattungsdienst innehat. Oft haben wir noch viel länger mit den Menschen zu tun, z. B. organisieren wir für die Trauerfamilie die Dankeskarten, liefern die Weihwassergefässe für den Friedhof oder richten und reparieren ein Kreuz oder eine Gedenktafel. So bleibt der Kontakt zu unseren Kunden oft über Jahre bestehen. Als modernes Bestattungsinstitut wollen wir für unsere Kunden ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner sein. Menschen, die einen Angehörigen verlieren, befinden sich in einer absoluten Ausnahmesituation. Da ist viel Verständnis und Empathie gefragt. Wir sind stets bemüht, auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen, egal welche Glaubensrichtung oder Lebensanschauung der Kunde vertritt. Jeder Mensch verdient einen liebevollen und würdigen Abschied. Mein Beruf ist für mich nicht nur ein Beruf, eher eine Berufung.

Was sind Ihre Pläne, Wünsche, Hoffnungen für die Zukunft?
Geplant habe ich in den letzten Jahren. Dieser Plan konnte im letzten Jahr umgesetzt werden. Das Ziel war es, uns zu vergrössern und die Firma auf einen Standort zu begrenzen. Mit dem Neubau an der Kantonsstrasse konnte dieses Ziel realisiert werden. Nun haben wir mehr Platz und die Arbeitsabläufe konnten optimiert werden. Besonders stolz bin ich auf den neuen Abschiedsraum St. Romanus. Die letzten Arbeiten sind nun abgeschlossen und die neue Corona-Situation erlaubt es uns, in diesem Jahr einen Tag der offenen Tür durchzuführen, damit der Neubau noch richtig "eingeweiht" werden kann. Für die geschäftliche Zukunft wünsche ich mir weiterhin viele zufriedene Kunden. Ist der Kunde zufrieden, habe ich meine Arbeit richtig gemacht. Persönlich wünsche ich mir, dass meine Familie gesund bleibt und unsere Welt sich wieder normalisiert und entschleunigt.

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